11. Juli 2019 – Toronto

Obwohl ich gestern schon um 23 Uhr mein Licht löschte, schlief ich heute bis kurz vor 9 Uhr. Ich glaube mit eine Rolle für meine langen Schlafperioden hier in Toronto spielt die Räumlichkeit, in welcher in wohne. Das Zimmer ist sehr klein, nur etwa 10-12m2. Da das Wetter seit Tagen praktisch nur schön und warm und das Haus relativ alt ist, bringt man die Wärme ganz schlecht aus dem Zimmer raus. Dies lässt mich dann nicht gleich gut schlafen, dafür wahrscheinlich länger.

Die anglikanische St. James Cathedral
Und hier der Innenraum

Nach dem Morgenessen kehrte ich um halb elf Uhr in mein Airbnb zurück. Sofort wurde ich von Levee und Jose in Beschlag genommen und so plauderten wir noch eine halbe Stunde. Danach lief ich Richtung Downtown. Nebst vielen Neubauten gibt in dieser Stadt natürlich auch viele Altbauten, wobei allerdings nicht alle gleich gut erhalten sind.

Dieses alte Haus steht dort, wo die Wellington Street in die Front Street mündet. Da diese beiden Strassen sehr flach zusammenlaufen, wurde damals ein entsprechendes Haus gebaut. Ein sehr beliebtes Fotomotiv!
Dies ist dir Rückansicht dieses Hauses. Die Fenster sind echt, der Rest ist gemalt

Mein heutiges Ziel war das Aquarium unmittelbar neben dem CN-Tower. Ich musste dann feststellen, dass dieses Aquarium auch noch für Hunderte anderer Menschen ebenfalls das Ziel war. Der Lärmpegel im Gebäude war entsprechend sehr hoch. Vor allem das grosse Becken mit den verschiedenen Haien, Rochen, Schildkröten etc. war aber sehr imposant. Auf einem Förderband stehend, bewegt man sich sehr langsam in einem gewundenen Tunnel durch das Becken. So kann man die Tiere auch über Kopf beobachten und bekommt ganz neue Blickwinkel.

Ripley’s Aquarium

Als ich aus dem Aquarium herauskam, war ich erst einmal froh, dem Lärm entwichen zu sein. Gleich neben dem Aquarium ist auf einem sehr grossen Platz das Toronto Railway Museum zu finden. Ich hatte allerdings keine Lust mehr auf Museum und betrachtete nur die auf dem Platz stehenden Fahrzeuge.

Toronto Railway Museum
Eine alte Diesellokomotive (die heutigen sehen noch ziemlich ähnlich aus)
Ein doch wesentlich älteres Modell einer Diesellok

Ich wusste danach nicht mehr genau, was ich tun sollte. Ich beschloss dann, nach Hause zu laufen. Unterwegs machte ich noch einen kleinen Schwenker zur Hockey Hall of Fame. Das Museum besuchte ich allerdings nicht.

Hockey Hall of Fame
Vor der Hockey Hall of Fame
Der sieht fast so aus wie der Goalie der Rapperswil Jona Lakers…..

Danach lief ich in den St. Lawrence Market hinein. Hier wird auf mehr als einem Stock alles angeboten was man so brauchen kann. Natürlich kann man sich hier auf verpflegen.

Die Markthalle
Fleisch und Fisch

Nach dem Aquarium-Besuch schob ich ein wenig Krise, so nach dem Motto „was mache ich eigentlich hier?“. 2016 war ich ja schon einmal in Kanada. Damals reiste ich das erste Mal alleine, wenn auch nur für zwei Wochen. Als ich 2016 in Kanada ankam, war die erste Stadt eben Toronto. Damals waren vier Nächte in einem Hotelzimmer gebucht. Schon damals war mir diese Stadt einfach ein paar Schuhnummern zu gross, zu laut und zu hektisch. Damals reiste ich unbewusst nach drei Tagen ab weil ich meinte, es sei Zeit. Ich bemerkte meinen Irrtum erst unterwegs. Umgekehrt war ich damals nicht mehr, sondern ich hatte selber noch unterwegs ein Zimmer gefunden. Was ich damit sagen will: Toronto und ich werden niemals gute Freunde werden (obwohl es auch in Toronto schöne Flecken gibt)! Dieses Erlebnis von 2016 bewogen mich dieses Jahr, nur zwei Tage hier zu sein. Für andere viel zu wenig, für mich mehr als genug. Die Krise habe ich übrigens mit ein paar Fragen überwinden können….

Wieder zu Hause sass Levee im Esszimmer und da ich noch einen Kaffee trinken wollte, plauderten wir fast eine Stunde. Eigentlich war es mehr ein Monolog von ihr. Wie ich gestern schon geschrieben hatte, verstehe ich sie aufgrund ihr Akzentes relativ schlecht. Meist kam ich mit dem Sinn in etwa zurecht, nicht aber mit allen Einzelheiten. Irgendwann klinkte ich mich dann aus und ging auf mein Zimmer. Für das Nachtessen lief ich dann nochmals in Richtung Downtown. Ich fotografierte dabei noch das nachfolgende Bild.

So könnte in der Schweiz kaum gebaut werden. Der Abstand zwischen Altbau und neuem Hochhaus beträgt kaum 50cm. Auf der anderen Seite sieht es übrigens gleich aus

2 Antworten auf „11. Juli 2019 – Toronto“

  1. Hallo Urs. Übrigens ist in der Hall of Fame auch ein früherer SCRJ Player verewigt. Jim Mc Kenny ist in Toronto nach wie vor eine Legende in vielerlei Hinsicht. Als TV Moderator von City TV moderierte er viele Jahre Sport. Hab ihn letztes Jahr besucht und bei ihm für einige Tage gewohnt. Lieber Gruss.

  2. Hoi Urs das isch fantastisch, was du jeden Tag erleben und sehen kannst. Ich frage mich bereits was ich dann mache, wenn ich nicht mehr jeden Morgen deinen Bericht, die wunderschönen Fotos etc. als morgendliche Lektüre habe. Ich werde es sicher vermissen. Ich wünsche dir von Herzen eine wunderschöne Zeit. Liebe Grüsse Antoinette

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