11. Juni 2019 – Kenora

Ich durfte wieder eine herrlich ruhige Nacht verbringen. Es ist aber auch wirklich still in diesem Quartier. So um etwa acht Uhr telefonierte ich mit Daniela. Wir plauderten über dies und das. Vor allem wenn man räumlich weit getrennt ist, schätzt man Gespräche, auch wenn sie belanglos sind, umso mehr. Nach einem Gespräch mit einer vertrauten Stimme, geht es mir jeweils viel besser.

Letztjähriger Schilf vor dem jungen Schilf (siehe auch Beitragsbild)

Da heute Morgen der Himmel sehr verhangen war, nahm ich das Auto für den Weg zum Cafe. Eine gute Entscheidung, denn kaum war ich dort, regnete es. Danach kehrte ich in mein Zimmer zurück und ging an die Detailplanung bis ungefähr Ende Monat Juni. So in etwa steht jetzt der Weg. Natürlich habe ich noch ein Back-Office in Rapperswil! In diesem Büro wird mir alles herausgesucht, was ich so sehen könnte oder müsste – hahaha! Danke lieber Schatz!

Aufgrund der Wetterlage beschloss ich, mir einen Coiffeur zu suchen, welcher mir meine Haare schneiden und den Bart stutzen könnte. Es gibt in diesem Ort wirklich viele solche Läden, ich staunte. So lief ich in den erstbesten Laden hinein und fragte, ob sie Zeit für mich hätten. „Ja klar, aber erst Ende Juni“ war die Antwort. Staunend verliess ich den Laden und ging zum nächsten. Dort konnte ich dann zwei Stunden später antraben. Kaaz, meine Hairdresserin, war noch ziemlich jung, machte ihre Arbeit aber tiptop. Ich erfuhr dann von ihr, dass sie eine First Nation sei und auch deren Sprache spricht. Als Kind musste sie zuerst Englisch lernen! Ihre Arbeit kostete mich dann inkl. Bart trimmen (ich hätte nie in meinem Leben gedacht, dass ich das je einmal machen müsste….) umgerechnet Fr. 24.–. Dabei sind das Trinkgeld sowie der Kaffee eingerechnet.

Diese Karte mit persönlichen Worten bekam ich von meiner Hairdresserin Kaaz

So gegen drei Uhr Nachmittags war das Wetter dann wieder wirklich schön, wenn auch relativ windig. Dies nutzte ich, um den Bootslift  vom Longbow Lake in den Lake of the Woods anzuschauen. Der Longbow Lake liegt etwa 8m höher wie der Lake of the Woods. Darum kann mit einem Boot nicht auf natürlichem Weg von einem Gewässer ins andere gewechselt werden und darum wurde vor Jahren dieser Bootslift gebaut. Dieser Lift kann nur von kleinen und flachen Boote genutzt werden. Entsprechend gibt es dort eigentlich gar nicht viel zu sehen. Aber als Technikinteressierter und weil ich in meiner jetzigen Firma auch schon solche Anlagen (wenn auch deutlich grössere) gebaut hatte, gehe ich eben solche Sachen trotzdem gerne anschauen.

Blick Richtung Longbow Lake
Der Bootslift von unten (Lake of the Woods)
Im Prinzip ist der Bootslift nichts anderes wie ein breites Förderband, mit welchem die Schiffe verschoben werden. Aufgrund der Konstruktion kann die Anlage nur für flache Boote verwendet werden
Steuerstand im Bereich der Strassenbrücke
Blick in Richtung Longbow Lake

Autostrecke: 38km (hin und zurück)

Eine Antwort auf „11. Juni 2019 – Kenora“

  1. Hey Urs
    Frisch frisiert und Bart gestutzt 🙂
    Wurde auch mal Zeit 😉
    Dann erwarten wir, dass Du endlich mal richtig in den Ausgang gehst und die Puppen tanzen lässt…
    Bin jetzt schon auf diesen Bericht gespannt…;-))

    Weiterhin gute Reise 🙂
    LG Rainer

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