15. Juni 2019 – Dryden-Thunder Bay

Mein heutiger Tag begann sehr früh! Die Fenster in meinem Zimmer hatten keine Nachtvorhänge, irgendwelche Lamellen oder Ähnliches sowieso nicht. So erwachte ich um ca. 5 Uhr in der Früh, also gerade rechtzeitig, um den Sonnenaufgang mit zu erleben. Das frühe Aufstehen hatte sich wirklich gelohnt. Es war einigermassen kühl, die Stimmung sehr friedlich und über dem See war eine wunderbare Stimmung. Aber seht selbst!

Wie man sieht ist das Wasser wärmer wie die Luft und darum dampft es
Die Sonne blinzelt gerade über den Wald
Innert weniger Sekunden ist sie dann voll da

Danach packte ich meine Sachen und gegen halb acht Uhr war ich schon aus Dryden weg. Dieses Airbnb war von der Lage her mit grossem Abstand das Schönste, besser geht fast nicht.

Einer der vielen wunderbaren Flecken Erde mit eigener Ausfahrtstelle

Die Fahrt nach Thunder Bay war dann von der Landschaft her ähnlich wie die letzten Fahrten. Teilweise fand ich wunderbar schöne Plätze. Sie ähneln sich zwar immer wieder, aber trotzdem ist jeder für sich wieder unglaublich schön. Ich kann mich an diesen Grün- und Blautönen jeweils fast nicht satt sehen. Und wenn sich dann noch die Sonne im Wasser spiegelt….

Traumhaft

Anfang Nachmittag überquerte ich dann noch die Zeitzone. Ab sofort bin ich nur noch sechs Stunden im Rückstand zu euch, meine lieben Freunde in Mitteleuropa.

Endlos
Diese Schilder gab es zu Dutzenden. Da Elche dämmerungsaktiv sind und ich um die Mittagszeit unterwegs war, drohte von diesen Tiefen keine Gefahr (in der Regel ist das so, Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel)

Mitte Nachmittag traf ich dann in Thunder Bay ein. Ich hatte mir extra ein Bett in einem Hostel reserviert in der Hoffnung, viele Leute zu treffen. Fakt ist jetzt, dass ich alleine in einem 6er Zimmer bin. Das ist zwar besser in Sachen schnarchen, aber nicht unbedingt das was ich mir erhofft hatte. Dann kam noch hinzu, dass diejenige Frau, welche mir das Zimmer zeigte (sie wohnt dauernd im Haus, ist aber nicht die Besitzerin) irgend eine persönliche Krise schob, was meinem persönlichen Wohlbefinden auch nicht gerade diente. Kurz zusammengefasst: Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich gerade sehr alleine.

Ich stellte mir dann ein paar Fragen und traf dann glücklicherweise Greg und Brad. Greg wohnt auch dauernd im Haus. Er ist Koch (oder etwas ähnliches) und darum erklärte er mir, wo ich in der Nähe unbedingt essen gehen solle. Randbemerkung dazu: Auch Restaurantessen mag man irgendwann nicht mehr sehen und darum versuche ich möglichst selber zu kochen. Brad verwaltet hier teilweise das Hause und ist vier Jahre älter als ich und schwatzt ziemlich gerne. Er ist ein passionierter Fliegenfischer und Jäger und hat mir ziemlich viel darüber erklärt. Er ist auch derjenige, welcher morgen Sonntag das Morgenessen zubereiten wird. Morgen Abend veranstalten die zwei ein Barbecue vor dem Hause und dazu sei ich auch herzlich eingeladen. Jeder könne einfach das mitbringen was er/sie auf dem Grill will, et voilà. Wir werden nur etwa 5-8 Personen sein. Aber so gefällt es mir schon ein wenig besser.

Autostrecke: 348km

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