17. Juli 2019 – Ottawa

Obwohl ich am Vorabend schon um kurz nach 23 Uhr mein Licht gelöscht hatte, erwachte ich heute erst um 9 Uhr. Wahrscheinlich lag das daran, dass es in meinem Zimmer sehr warm war und ich entsprechend nicht so gut schlief. Nach einem längeren Telefonat mit Daniela machte ich mich dann gegen halb elf Uhr auf in Richtung Downtown.

Eines meiner Hauptprobleme auf meiner Reise: Alleine essen und trinken! Heute fand ich jedoch eine nette Dame, welche mir Gesellschaft leistete

Nach dem Morgenessen lief ich zum Rideau Kanal bzw. zu dessen Schleusen. Der Rideau Kanal verbindet die Stadt Ottawa am gleichnamigen Fluss mit Kingston am Ontariosee. Er ist 202km lang und wurde 1832 eröffnet. Es gibt insgesamt 47 Schleusen auf der ganzen Strecke. Acht davon sind in Ottawa mitten in der Stadt zu sehen und diese sind ein richtiger Anziehungspunkt für die Touristen. Alle Schleusen auf der ganzen Strecke werden mit wenigen Ausnahmen noch von Hand betrieben! Ein Schleusung dauert etwa 1.5-2 Stunden. So lange blieb ich auch hier und das war richtig gemütlich.

Die Schleusen von oben betrachtet
Die linke Handwinde wird für das Ablassen des Schleusenwasser benötigt. Die rechte Handwinde für das Öffnen der Tore
Unmittelbar neben den Schleusen befindet sich das riesige Fairmont- Hotel
Die Schleusen von unten betrachtet
Blick von den Schleusen in Richtung Ottawa River

Danach lief ich hinter dem Parlamentsgebäude am Ottawa River entlang, schwenkte dann aber wieder in Richtung Stadt und traf auf die St. Peter Kirche. Sie gehört den Presbyterianern (eine evangelische Kirche). Zehn Minuten bevor sie um 16 Uhr geschlossen wurde, trat ich dort ein und plauderte während dieser Zeit mit einer netten Dame, welche sonst die Leute durch die Kirche führt, über Gott und die Welt – buchstäblich!

Die Presbyterianer Kirche

Nach diesem Kurzbesuch zog es mich zum Parlamentsgebäude. Dieses Gebäude ist sehr eindrücklich und es hat entsprechend immer ziemlich viele Touristen dort. Dort sah ich auch zwei junge Girls mit vollbepackten Fahrrädern. Ich quatschte sie an und kam so mit ihnen ins Gespräch. Sie stammten aus Québec, sind schon bis hierher geradelt und wollen in 2-3 Monaten in Vancouver sein. Bis jetzt hatten sie nur Gegenwind! Irgendwie kommt mir das mit dem Gegenwind doch bekannt vor…..

Interessant ist nicht das Gebäude, sondern die Spiegelungen darin

Anschliessend war es Zeit, um in Richtung nach Hause zu laufen. Allerdings kaufte ich mir unterwegs noch Jeans in einem riesigen Einkaufscenter. Hier könnte frau (ich nicht…!) vermutlich den ganzen Tag verbringen. Zu Hause lud ich aber nur meinen Einkauf ab und kehrte gegen den frühen Abend wieder in die Stadt zurück um mich erst einmal zu verpflegen. Nach dem Nachtessen hatte ich noch jede Menge Zeit. So setzte ich mich in einen der vielen Stühle und beobachte für etwa zwei Stunden einfach die Leute. Das war cool! Kam dazu, dass die Temperaturen gegen Abend sehr angenehm waren und so richtig dazu einluden, draussen zu verweilen.

Im Byward Market
Sonnenuntergang über dem Rideau Kanal

Gegen 21 Uhr lief ich dann zum Parlamentsgebäude und dort gerade in eine militärische Zeremonie rein. Um was es ging, weiss ich nicht. Da wurden aber Salutschüsse abgegeben und eine Musik spielte dort. Am Schluss wurden die Nationalhymnen von Litauen und Kanada gespielt.

Die riesige Armeemusik
Gleich knallt’s
Fahnenabzug

Um 22 Uhr begann dann die Lichtshow. Während etwa einer halben Stunde wird jeden Sommer etwas über Kanada’s Geschichte erzählt und dieses Geschichte wird mit einer riesigen Installation auf das Parlamentsgebäude projiziert. Sehr eindrücklich! Am Schluss wurde natürlich die Nationalhymne abgespielt. Ich habe den Eindruck, dass die Kanadier uns Schweizern in Sachen Nationalstolz schon noch etwas voraus sind.

Lichtshow am Parlamentsgebäude
Lichtshow am Parlamentsgebäude

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