18. Juni 2019 – Thunder Bay

Acht Uhr scheint meine Aufstehenszeit geworden zu sein (nimmt mich ja wunder wie es dann wieder ist um 5 Uhr in der Früh aufzustehen, wenn ich wieder arbeiten werde…..)! In der Nacht auf heute musste es geregnet haben, denn es war nass draussen. Ich begab mich dann in die Küche in der Hoffnung auf ein Frühstück, so wie es auch im Airbnb-Inserat geschrieben stand. Dies scheint aber hier nicht zu funktionieren. So lief ich eben wieder ins Tim Hortons.

Diesen hübschen Keilschwanzregenpfeifer traf ich in der Mine. Dank dem perfekten Service meines ornithologisch sehr bewanderten Schwagers Felix wusste ich in Kürze, um welches Tier es sich handelt

Bei bedecktem, aber trockenem Wetter fuhr ich Mitte Morgen in Thunder Bay ab in Richtung Nord-Osten. Wenige Minuten nach zehn Uhr traf ich in der Amenthyst Mine ein. Die ersten Amethysten wurden per Zufall 1949 beim Bau einer Strasse entdeckt. Seit diesem Zeitpunkt werden sie abgebaut. Die Mine liegt in einer Erdbebenspalte. Nach Bezahlung von $10 wurde mir von einer netten Dame die ganze Geschichte dieser Mine erklärt. Danach durfte ich frei herumlaufen. Es gibt dort ein grosses Geröllfeld, auf welchem vermutlich die Resten des offiziellen Abbaus herumliegen. In diesem Geröllfeld kann man sich frei bewegen und diejenigen Steine mitnehmen, welche einem gefallen. Natürlich ist dies nicht ganz kostenlos, aber mit $4/Pfund ist der Preis relativ gering. Selbstverständlich kann man auch grössere Stein kaufen. Diese liegen ausgestellt dort. Hier müsste man aber tiefer in die Tasche greifen.
Auf dem Beitragsbild sieht man diejenigen Steine, welche ich mir ausgesucht hatte.

Die Mine im Überblick. Gemäss Aussage der erklärenden Dame sollten die Vorräte noch ein paar hundert Jahre reichen
Alte Bohrhämmer
Auf diesem Geröllfeld durfte man selber auslesen. Es lagen tausende Steine herum, man hatte also die Qual der Wahl
Ob diese Maschinen noch eingesetzt werden entzieht sich meiner Kenntnis
Für diesen rotbraunen Amethysten müsste man sehr tief in die Tasche greifen
Einer von vielen ausgestellten Steinen. Die wirklich schönen Steine sind hier nur im Laden vor Ort oder in Thunder Bay zu sehen

Auf dem Nachhauseweg fuhr ich an den Terry Fox Aussichtspunkt. Terry Fox war ein junger Mann, welcher an Krebs erkrankte. Ihm musste man aus diesem Grund das rechte Bein abnehmen. Um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen, lief dieser Mann am 12. April 1980 in St. John’s los und stoppte seinen Lauf am 1. September nach 5’373km am Punkt dieses Denkmals, rund 11km ausserhalb von Thunder Bay, weil seine Krankheit wieder aufflammte. Er starb dann etwa ein Jahr später im Alter von ca. 23 Jahren. Eine sehr eindrückliche Geschichte.

Das Terry Fox Denkmal am Aussichtspunkt
Die Erläuterungen zu Lauf der Hoffnung
Aussicht vom Denkmal aus auf den Lake Superior

 

Autostrecke: 110km (hin und zurück)

2 Antworten auf „18. Juni 2019 – Thunder Bay“

  1. Hallo Urs
    Ich kenne Dich ja nicht so gut, doch deine Schwester Bea! Auch ich reise sehr gerne, mache fast jedes Jahr eine schöne Reise in die Natur. Ich war vor 2 Jahren im Yukon und habe mir den Indian Summer angeschaut. Wir waren mit Zelt unterwegs und ich konnte sehr schöne Bilder machen. Ich gehe nun Ende Oktober auch wieder in den Yukon um die Adler zu sehen wenn sie sich streitig machen um die toten Lachsforellen. Ich hoffe, dass ich ein paar eindrückliche Bilder machen kann.
    Schön kann ich deine Berichte lesen, gewisse Erfahrungen habe ich auch gemacht. Punkto Airbandb war ich nicht immer so glücklich. Ich empfand es oft als Geldmacherei, billige Betten, die Küchen waren zu schmuselig und selber in fremden Küchenschränken herum schnuppern mochte ich nicht. Fand die Backpackers mit Privatzimmer viel angenehmer. Hatte dann auch sehr gute Gespräche mit Reisenden. Geniesse deine Freiheit ein solcher Unternehmen zu machen. Es ist auch eine gute Erfahrung sich selber kennen zu lernen, tönt vielleicht nun etwas altmodisch! Alles Gute und liebe Grüsse aus dem Berner Oberland Ursula

  2. Lieber Urs du erlebst so schöne Dinge, und es freut mich so sehr, dass es dir jetzt so gut geht. Ich habe es schon geschrieben. Es ist so spannend deine Reise mit den tollen Berichten und den schönen Fotos mit zu erleben. Vielen Dank dafür. L. G Imelda

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