19. April 2019 – Abbotsford-Hope

Der heutige Morgen begann eigentlich schon ganz erfreulich, denn es regnete nur ganz leicht aus dem dick verhangenen Himmel. Wie sich später herausstellte, dauerte dieses leichte Nieseln nur etwa 1 h. Danach war es auf meinem ganzen Weg trocken, ja, 1-2 Mal habe ich sogar die Sonne gesehen. Die Wetterprognosen sind glücklicherweise definitiv falsch gelegen!

Bevor ich abreiste, habe ich noch einiges Material ausgemistet. Ich habe einfach zu viel Gepäck und damit zu viel Gewicht und das macht die Sache in den Steigungen (und davon hat’s einige) nicht gerade einfacher. So sind geschätzt etwa drei Kilo zusammen gekommen. Und immer noch ist mein Gepäck verdammt schwer und voluminös! Mich nimmt wunder, wie das andere machen.

Umgekehrt bin ich natürlich nicht, aber das ganze Material auf die andere Seite zu bugsieren war doch ziemlich anstrengend
Endlose Landstrasse
Wilde Flusslandschaft etwa 20km vor Hope

Um halb neun bin ich dann losgefahren. Ungefähr bei Rennhälfte des heutigen Tages habe ich in einem Schnellimbiss etwas Gesundes gegessen (hahaha…) und mit Daniela telefoniert. Es ging mir nicht so gut, ich bin eine Heimwehtante (oder besser -onkel). Das Alleine-sein, die doch recht grossen Etappen und das schwere Gepäck tun das ihre dazu. Ich schob Krise und war nahe dabei, den Bettel hinzuschmeissen! Aber ich wollte und will ja aus meiner Komfortzone raus und darum radelte ich weiter. Um etwa 16 Uhr bin ich dann ich Hope angekommen und bezog meine sehr einfache Unterkunft. Diese Unterkunft kann eigentlich drei Personen beherbergen, ich habe sie aber ganz alleine für mich und kann mich entsprechend ausbreiten. Wie jeden Tag mache ich nach dem Abendessen meine Homepage.

Komfortable Platzverhältnisse
Eine Gummiwäscheleine, definitiv praktisch

Noch eine Ergänzung in Sachen wilder Tiere. Ich habe heute direkt neben der Strasse an zwei Orten Wildhasen gesehen. Die sind so erschrocken von mir, dass sie gleich davon gesprungen sind….

Morgen Samstag werde ich einen Ruhetag einlegen. Ich will und muss mich regenerieren. So fährt es sich dann hoffentlich leichter in die Berge rein.

Tagesstrecke
[km]
Tageshöhe
[m]
min. Temp.
[°C]
Fahrzeit
[h]
96.0748996:26:48
Gesamtstrecke
[km]
Gesamthöhe
[m]
max. Temp.
[°C]
ø-Geschw.
[km/h]
196.1112201817:30

 

5 Antworten auf „19. April 2019 – Abbotsford-Hope“

  1. Lieber Urs, du schaffst das❣️ Und immer schön ausdehnen, wenns unkonfortabel wird und fragen wie wirds noch besser.

    Ich freue mich über jeden Bericht, so kann ich einbisschen mitreisen, mitfiebern, mitfreuen, mitstaunen und falls notwendig positive stärkende Energie rüberbeamen☄️.

    Herzliche Grüsse Irene

  2. Hallo übern Teich, «Ich schob Krise», schreibst du, und das kann ich sehr gut nachvollziehen. Das Alleine-sein ist nämlich mindestens eine so grosse Leistung wie die körperliche. Vor acht Jahren war ich mal eine Woche im Elsass unterwegs – nur eine Woche, und das dann für mich schon ordentlich schwierig. Was auf jeden Fall gut tut und immer wieder Motivation gibt, sind Begegnungen und Gespräche unterwegs, doch die muss man halt manchmal bewusst suchen. Good ride!

  3. Lieber Urs
    gespannt warten wir jeden Morgen – hat er schon geschrieben! Wenn ja, wird das sofort geöffnet. Wir staunen über Deine Tagesleistungen und hoffen, dass Dir die Kraft reicht um Dein Ziel zu erreichen.
    Viel Spass und toi toi toi !!
    Lieber Gruss aus dem sonnigen Rappi
    Franzisca + Heinz

  4. Lieber Urs, ich werde jeden Tag dein Tagebuch mit Interesse lesen und auch etwas mitleiden und natürlich mitfreuen… Ich grüsse herzlich und wünsche frohe Ostern. Die Hasen hast du ja bereit gesehen. Gery

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