2. Oktober 2019 – Sydney-Chéticamp

Heute regnete es zum Glück nur ein einziges Mal, dafür aber den ganzen Tag! Zudem waren die Temperaturen eindeutig im einstelligen Bereich und für Schneefall fehlte teilweise nicht mehr viel (4-9°C).

Da wir ja zwei Nächte an unserem Zielort Chéticamp verbringen, fuhren wir heute einfach und ohne einen Trail abzulaufen, unserem Ziel entgegen. Etwa 160km nach dem Start in Sydney kamen wir am Osteingang des Cape Breton Highlands National Park an. Hier lösten wir im Visitorcenter einen Parkpass. Inzwischen war es etwas nach Mittag geworden, es war also Zeit für einen Mittagskaffee. Ein Cafe oder ein Restaurant zu finden war auf dieser Strecke nicht so schwer, denn davon gibt es hier in diesem Bereich eine ganze Menge. Ich glaube dies hat auch damit zu tun, dass es im Sommer hier ziemlich viele Touristen gibt. Wir entschieden uns dann spontan für das Bean Barn Cafe in der Nähe von Ingonish. Alle Leckereien werden dort im Haus hergestellt und von diesen Leckereien gibt es einige.

Nach Ingonish, aber immer noch an der Ostküste von Cape Breton (ungefähr dort wo unser Weg auf der Karte einen Bauch macht), ist die Küste ziemlich schroff. Aufgrund des wirklich regnerischen Wetters mit Nebel (teilweise sah man kaum 100m weit) und viel Wind, war das Meer ziemlich unruhig. Die Wellen waren geschätzte 3-5m hoch und klatschten immer wieder an die Felsen. Ein atemberaubendes Schauspiel, welchem wir noch länger hätten zusehen können, wären da nicht die unangenehmen Wetterverhältnisse gewesen. Wären diese Wetterverhältnisse aber nicht so gewesen, hätten wir auch nicht dieses stürmische Meererleben dürfen…..

Blick auf die Küste
Wilde Küste
Auch bei Regen und Nebel schön
Wildes Meer mit meterhohen Wellen
Der Leuchtturm bei Neil’s Harbour Point am nordöstlichen Zipfel des Nationalparks
Auch hier war das Meer sehr unruhig

Auch heute wäre eigentlich wieder Elch-Sichtungswetter gewesen, aber selbst diesen Tieren war das Wetter vermutlich zu unangenehm. So blieben sie zu Hause und winkten uns aus ihrer warmen Stube zu. Oder geht das nicht so?

Denjenigen Teil des Cabottrails, welcher immer wieder auf allen möglichen Prospekten oder im Internet gezeigt wird, befuhren wir erst ganz am Schluss unserer heutigen Etappe. Es handelt sich um das Stück an der Westküste von Cape Breton, welcher noch im grün dargestellten Nationalpark ist und entlang der Küste führt. Die Strasse ist wirklich traumhaft. Wir werden sie morgen Donnerstag noch einmal befahren und hoffen dann auf sonnigeres Wetter.

Die weltberühmte Strasse auf Cape Breton, der Cabottrail an der Westküste
Cabottrail
Blick vom Cabottrail auf die Küste kurz vor Chéticamp

Ja und dann gibt es noch das Thema der wunderbar farbigen Wälder. Die farbigen Blätter bedingen einen Laubbaum. Die roten Blätter kommen hauptsächlich an den Ahornbäumen vor. Diese sind vor allem an der Westseite von Cape Breton zu finden. Die Bäume sind momentan gelb bis leicht orange, aber noch nicht rot. Ich glaube, dafür sind wir einfach noch 1-2 Wochen zu früh in dieser Gegend. Ein paar Müsterchen gibt es trotzdem. Interessanterweise habe ich diese Bilder alle an der Ostküste aufgenommen.

Farbenzauber
Auch das Gebüsch leuchtet in allen Farben
Wunderschön

Autostrecke: 265km

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