22. August 2019 – Digby

Besser wie heute kann ein Tag kaum beginnen!

Nach einer sehr ruhigen Nacht erwachte ich, auch ohne Wecker, um halb acht Uhr in der Früh. Gloria hatte mir am Vorabend mitgeteilt, dass sie um acht Uhr das Frühstück servieren würde. Darum stellte ich zur Sicherheit den Wecker. Ich wusste nur, dass es ein Frühstück geben würde und dass es reichlich sei. Diese Informationen entnahm ich den Bewertungen dieses Airbnb’s.

Als ich ins Esszimmer kam, traf ich auf den fertig gedeckten und liebevoll angerichteten Tisch (siehe Beitragsbild). Alles stand genau an seinem Platz, schön ausgerichtet. Alle Konfitüren waren exakt mit dem Inhalt beschriftet und mit dem Logo dieses Hauses versehen. Zuerst wurde der Kaffee sowie der Orangensaft serviert. Kurz darauf brachte sie mir ein Gemüse-Omelett mit Speck und Toast. Als Dessert servierte sie selbstgemachte Blaubeer-Muffin’s. Für diese Muffin’s stand sie extra Morgens um sechs Uhr auf! Wow – das war einfach grandios und ich merkte gut, wie Gloria alles mit wirklich viel Leidenschaft und Liebe macht! Und das Beste: Ich schlafe ja nochmals eine Nacht hier und darf nochmals ein Frühstück geniessen.

Schmeckte genau so gut wie es aussah – lecker!
Krönender Abschluss

Draussen herrschte nebliges Wetter und teilweise regnete es. Da ich aber gestern schon beschlossen hatte, heute einen faulen Tag zu machen, störte mich dies überhaupt nicht. Ich kann mich jeweils gut selber beschäftigen. Gegen Mittag hörte dann der Regen auf und so machte ich mich, ausgerüstet mit langen Hosen und langärmligem T-Shirt sowie einer Regenjacke, auf einen Rundgang rings um den Dorfkern. Nach etwa 20 Minuten laufen brach dann die Sonne durch die Wolken und  kurz darauf war der Himmel stahlblau. Ich war damit natürlich viel zu warm angezogen. Zum Glück konnte ich wenigstens einen Teil der Hosenbeine mittels Reissverschluss demontieren.

Ebbe
Leuchtturm an der Hauptstrasse. Dient nur noch als Touristenattraktion

Viel zu sehen gab es im Dorf nicht. Die Strasse dem Strand entlang ist die Touristenstrasse mit den meisten Restaurants und ein paar Läden sowie der Touristeninformation. Mich interessierte aber vor allem der Hafen. Nebst viel Platz für Motor- und Segelboote sind hier auch ziemlich viele Fischerboote verankert. In der Regel fangen diese Boote aber nicht Fische, sondern Jakobsmuscheln. Diejenigen Jakobsmuscheln, welche ich gestern gegessen hatte, waren also lokal und fangfrisch (hat mir der Wirt versichert). Geschmeckt hatten sie ja sehr gut!

Fischerboote
Schwesterschiffe
Ein wenig Farbe macht doch das Leben viel bunter
Da ragen so viele Arme in die Luft, dass man gar keine Übersicht mehr hat
Sie ist der heimliche Chef hier auf dem Platz, weil sie alles überblicken kann

Nach meinem Rundgang ums Dorf setzte ich mich zu Hause auf die Veranda und genoss einfach das Sein. Das war völlig ausreichend. Ich bin jetzt sowieso in der Phase, wo es mir egal wäre, wenn die Soloreise zu Ende wäre (lange geht diese ja sowieso nicht mehr). Es ist nicht so, dass ich in einer Krise drin bin wie vor ein paar Monaten öfters mal, aber auf mindestens ein vertrautes Gesicht, auf Gespräche in meiner Muttersprache und einen geregelten Alltag nach unseren gemeinsamen Ferien freue ich mich schon. Vorher geniesse ich aber noch die Tage, welche mir hier gegönnt sind!

Eine Antwort auf „22. August 2019 – Digby“

  1. Lieber Urs
    Ja, ich kann mir vorstellen, dass du bei all den eindrücklichen Erlebnissen dich freust, wenn deine liebe Daniela zu dir kommt. Wir wünschen dir aber weiterhin schöne Erlebnisse und viel Freude.
    Alles Liebe aus Einsiedeln. Ma + Pa

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