24. Juli 2019 – Montreal

Mein heutiges Ziel war der Mont Royal, welcher mit 233m.ü.M. die Stadt Montreal um etwa 200m überragt.

Zuerst aber musste ich mich dafür aus meinen Träumen reissen und aufstehen, anziehen und in die Stadt ins Kaffee bewegen. Jetzt war ich aber richtig wach und machte mich auf den Weg. Ich nahm mir heute vor, alles was mir an Wandmalereien über den Weg lief, zu fotografieren. Nachfolgend ein paar Bilder.

Natürlich hätte ich das Auto oder den Bus nehmen können um auf den Mont Royal zu gelangen, so wie das die meisten Touristen tun. Ich aber lief zuerst eine wirklich steile Strasse hinauf bis zum Fuss des Mont Royal. Dort beginnt der Wald und dort beginnt auch der oft relativ steile Weg. Dort wo es zu steil ist, hat es Treppen. Insgesamt sind es 534 Treppenstufen, welche zum höchsten Punkt führen, ich habe sie gezählt!. Oben angelangt traf ich auf eine wirklich grosse Terrasse vor dem Chalet du Mont Royal. Auf dieser Terrasse tummelten sich ziemlich viele Menschen. Sehr verständlich, denn von hier aus hat man einen gewaltigen Blick auf Montreal. Zudem ist hier der ganze Lärm sowie die ganze Hektik der Grossstadt (~1.9Mio Einwohner) weg. Ich machte hier dann einen Spaziergang rund um den Gipfel. Er war nur kurz, trotzdem war ich fast alleine unterwegs. Dies war mir aber nur recht! Wieder zurück vor dem Chalet auf dem Gipfel, setzte ich mich einfach in den Schatten und genoss das Sein. Die Temperaturen heute waren übrigens sehr angenehm (~25°C und immer wieder ein wenig Wind).

Blick Richtung Osten
Auf der Terrasse auf dem Mont Royal
Das übergrosse Bild von Leonhard Cohen. Dieser Musiker stammt aus der Stadt und starb 2016. Ihm zu Ehren wurde dieses Bild ein Jahr später eingeweiht und ist so vom Mont Royal aus sichtbar

Irgendwann beschloss ich aber, wieder in die Stadt zurück zu kehren. Zuerst wollte ich in den Hafen laufen, beschloss dann aber unterwegs und während einem Glace-Halt, dass mein nächstes Ziel mein Zimmer sei. Meine Füsse trugen mich dann nach Hause und waren sehr dankbar, dass sie ab etwa halb fünf Uhr hochgelagert wurden.

Auf dem Heimweg kam ich auch noch an zwei Kirchen vorbei. Die eine ist die katholische Basilika Marie-Reine-du-Monde. Diese Kirche wurde zwischen 1875 und 1894 erbaut und ist eine verkleinerte Version des Petersdoms in Rom.

Basilika Marie-Reine-du-Monde
Zwei der vielen Heiligen auf dem Dach der Kirche
Das Längsschiff
Der mit einem Baldachin überdachte Altar
Die Kuppel ist mit einem Durchmesser von ~23m etwa halb so gross wie diejenige im Petersdom in Rom

Die zweite Kirche war die Christ Church Cathedral der anglikanischen Kirche. Diese Kirche soll aus dem Jahre 1814 stammen.

Christ Church Cathedral

Gegen halb sieben Uhr abends machte ich mich wieder auf Richtung Innenstadt. Ich lief bis ans andere Ende der Sainte Catherine. Dort findet vom 10.-28. Juli das Hahaha-Festival statt. Es geht, wie es der Name schon sagt, ums lustig und fröhlich sein. Irgendwo hier verpflegte ich mich auch.

Danach lief ich gemütlich wieder zurück bis Pont Jaques-Cartier, der Stahlbaubrücke. Hier wurde um 22 Uhr ein Feuerwerk gezündet. Den ganzen Monat Juli wird immer Mittwochs und Samstags im Rahmen eines Wettbewerbs ein Feuerwerk gezündet. Das Feuerwerk von heute stammte aus Australien. Es wurden einige gute Bilder gezeigt, aber vom Hocker gerissen hatte es mich dann doch nicht.

Tour de l’Horloge im Abendlicht
Die beleuchtete Pont Jaques-Cartier

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