24. Juni 2019 – Wawa-Sault Ste. Marie

Heute ging einer meiner Wünsche in Erfüllung! Mehr dazu ein wenig später in diesem Beitrag.

Ich wachte erst gegen halb neun Uhr auf! Draussen war es stark bewölkt, aber noch trocken. Ich genoss in aller Ruhe meinen morgendlichen Kaffee mit einem Vollkorn-Bagel. Dies gehört inzwischen zu meinem Morgenritual, das muss einfach sein, wenn es irgendwie geht. Danach ging ich wieder nach Hause, um so langsam aber sicher meine Utensilien zusammen zu packen. Viel ist es ja eigentlich nicht, denn ich bin ja nur als Fahrradfahrer ausgerüstet und da geht man minimalistisch mit Kleidern um. Unterhosen werden zuerst 5x gewendet, bevor sie ersetzt und gewaschen werden. Aber lassen wir das……

Man könnte meinen, die Strasse führe direkt in den See hinein

Gegen 11 Uhr fuhr ich dann ab. Bald nach Wawa setzte leichter Regen ein. Die Strecke führte schon bald in den Lake Superior Provincial Park. Wusstest du übrigens, dass der Lake Superior 10% des weltweiten Trinkwasser-Vorkommens abdeckt? Regen und Dunst ergeben ganz neue Farbkombinationen. Mich dünken diese Farben viel kräftiger. Aber schaut doch einfach nachfolgende Bilder an.

Lake Superior
Lake Superior
Lake Superior
Lake Superior
Das sieht schon fast mystisch aus

Diese Wetterlage erfüllte mir auch einen meiner langersehnten Kanadawünsche! Während meiner Fahrt durch den Park sah ich etwa 200m vor mir ein Auto am Strassenrand stehen. Aus diesem Grund verlangsamte ich meine sonst schon langsame Fahrt (man darf 90km/h fahren, ich begrenze den Tempomat normalerweise auf 80km/h, ich bin ja nicht auf der Flucht….) und hielt etwa 10m hinter dem Fahrzeug an. Schon von weitem sah ich den Grund für den Stopp des Fahrzeugs: Eine Elchkuh mit ihrem Jungtier! Wow, war das schön!

Elchkuh mit ihrem Jungtier

Ich sprach später noch mit einem Ehepaar darüber. Sie erzählten mir, dass Elche in dieser Gegend häufig sind und dass man es vor allem nachts vermeiden sollte, durch diese Gegend zu fahren. Elche sind ja dämmerungs- und nachtaktiv und bei einer Kollision mit einem solch grossen Tier hat man als Autofahrer in der Regel keine Chance. Auch bei Unfällen mit Lastwagen ist der Lastwagen nach einem Unfall meist nicht mehr fahrtüchtig!

Nach etwa 5-10 Minuten verschwanden die beiden Tiere wieder im Wald und ich fuhr darum weiter. Etwa 3km weiter sah am linken Strassenrand eine Bewegung. Aus diesem Grund verlangsamte ich meine Geschwindigkeit massiv und traf dabei auf zwei dieser Gesellen.

Kanadischer Kranich

Einige Kilometer nach dem Lake Superior Provincial Park sind direkt an der Strasse die Chippewa Falls. Sie sind nicht gross und ich hätte sie kaum gesehen, wären nicht Wohnmobile dort gestanden. So drehte ich um und besuchte sie.

Chippewa Falls
Chippewa Falls

Auf dem Rückweg von diesem Wasserfall sah ich am Himmel etwa 10 sehr grosse Vögel kreisen. Diese Vögel sassen nachher ganz in der Nähe auf einem Baum. Aufgrund der Farbe konnte ich sie nicht einreihen, allerdings hatten sie einen sehr auffälligen Schnabel, welche mich an einen Truthahn erinnerten. Im Gespräch mit einem Mann im nahe gelegenen Restaurant teilte mir dieser dann mit, dass dies vermutlich Truthahngeier seien. Später beim Durchsehen meiner Fotos und einem Vergleich mit dem Internet bestätigte sich diese Aussage. Wenn du übrigens genau hinschaust siehst du, dass die Vögel einen roten Kopf besitzen.

Truthahngeier

Nach weiteren ca. 50km traf ich dann an meinem Ziel in Sault Ste. Marie ein. Inzwischen leerte sich der Himmel so richtig ausgiebig aus. Mein Zimmer bzw. meine Wohnung ist tiptop, hat aber den Nachteil, dass sie im Keller eines Hauses ist. Leider sieht man das im Inserat nicht.

Auf dem Nachhauseweg vom Nachtessen wurde ich trotz Regenschutz so richtig nass, wenigstens die Hosen. Da die Wohnung auch ein sehr schönes Bad mit einer Sprudelbadewanne besitzt, wollte ich diese gleich benutzen um mich aufzuwäremn. Dumm nur, wenn das Wasser zu wenig warm ist um ein Bad zu nehmen. So begnügte ich mich mit einer Dusche!

Autostrecke: 234km

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