24. Mai 2019 – Winnipeg (Ruhetag)

Obwohl ich gestern Nacht das Licht erst nach Mitternacht gelöscht hatte, war ich heute kurz nach 7 Uhr bereits wach. Da ich aber heute kein Programm hatte, beeilte ich mich überhaupt nicht aufzustehen. So wurde es 9 Uhr bis ich das Haus verliess, um mir einen Kaffee und ein Brötchen zu genehmigen.

Über Umwege lief ich dann nach Hause, nur um meinen Fotoapparat abzuholen und durch das weitere Quartier zu streifen. Es dünkt mich immer interessant zu sehen, wie andere Leute leben und sich einrichten. Festgestellt habe ich unter anderem, dass die meisten Häuser den Eingang nicht Boden eben haben, sondern über eine Treppe erreichbar sind. Ebenso kennt man hier in Kanada einen Grenzabstand des Hauses nicht, wenigstens ist dies mein Eindruck. Die Häuser stehen teilweise fast Mauer an Mauer. Viele Häuser sind zudem aus Holz gebaut.

Das ist etwa der normale Stand der Häuser hier in der weiteren Umgebung
Ältere bis alte Häuser mit teilweise sehr verwilderten Vorgärten
Eher neuere Bauten

So sah ich dann diverseste Häuser, teilweise recht neu und teilweise sehr heruntergekommene. Das Haus, in welchem ich wohne, ist ebenfalls ein sehr altes Holzhaus. Die Isolationen sowie die Fenster wurden sicher noch nicht erneuert. Die Radiatoren-Heizkörper sind sehr alt, teilweise noch mit Verzierungen im Gusseisen. Aber seht selber.

Meine Bleibe hier an der 271 Evanson Street in Winnipeg. Mein Zimmer ist dasjenige mit dem Doppelfenster im ersten Stock. Der Eingang zum Zimmer ist rechts ums Haus herum
Hier geht es die rote Treppe hoch in den 1. Stock
Unterhalb des Eingangs in die Zimmer habe ich mein Fahrrad mit Anhänger gelagert

Um die Mittagszeit kam dann wie angekündigt der Regen. Das war auch der Grund, warum ich heute kein Programm hatte. Aber das ist ja auch einmal schön. So bestand mein Nachmittag aus lesen, surfen und Sudoku machen.

Dazwischen hatte ich auch noch mit Daniela telefoniert und ein wenig philosophiert. Ich für meinen Teil schaue meine Reise schon lange nicht mehr als Durchquerung von Kanada mit Bike und Anhänger an, sondern als eine Reise zu mir selber. Ich lerne Seiten und Bedürfnisse an mir kennen, von welchen ich vorher nichts gewusst hatte, mir nicht bewusst waren oder welche ich einfach verdrängte. Mir hat diese Reise persönlich bis jetzt enorm viel gebracht, trotz dieser erst sechs Wochen, welche ich weg bin. Auch für die Beziehung zu Daniela ist und war sie bis jetzt sehr wertvoll. Damit will ich aber nicht sagen, dass unsere Beziehung kritisch war, im Gegenteil. Aber es gibt einfach neue Gesichtspunkte und Dinge, welchen man keine oder zu wenig Beachtung schenkte. Insofern ist es einfach eine gewaltige Bereicherung für mich bzw. für uns, auch wenn es manchmal hart ist und war. Aber das ist ja nur eine interessante Ansicht…..

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