24. September 2019 – Port Hope Simpson-Red Bay

Leider konnten wir am Dienstag nicht auf ein Wifi zugreifen und darum kommt dieser Bericht erst jetzt. Ich hoffe, du hast deinen Tag auch ohne meine Lektüre überlebt….. ;-))

Nach einem guten Frühstück machten wir uns kurz vor 10 Uhr auf den Weg Richtung Südosten. Unser erster Zwischenhalt war bei St. Lewis. Hier befindet sich der östlichste Punkt Kanadas, welcher mit einem Fahrzeug angefahren werden kann. Eigentlich hofften wir hier auch noch Bären zu sehen, denn in den Reiseunterlagen liest man immer wieder davon, dass es hier Bären gibt. Ebenso gibt es am Strassenrand eine Bären-Warntafel. Ausgerechnet heute wollten sie sich aber nicht zeigen. So genossen wir den Ausblick vom American Hill, eine kleine Erhebung oberhalb St. Lewis. Mit unserem Allrad-Fahrzeug war dieser Aussichtspunkt rasch bezwungen. Wir waren froh, nahmen wir das Auto, denn das Thermometer zeigte nur noch 8°C an, zudem blies ein kräftiger Wind.

Der Abstecher nach St. Lewis führte wieder über eine Schotterpiste
Irgendwo auf der Strecke nach St. Lewis
An einem Eck in St. Lewis. Die kühlen Temperaturen kombiniert mit dem Wind luden uns aber nicht zum sitzen ein
St. Lewis
Hier sind die Bäume schon ziemlich klein

Anschliessend an diesen Abstecher kehrten wir zurück auf den Highway 510. In Mary’s Harbour tranken wir im einzigen Restaurant einen Kaffee. Wie überall in Kanada kann man einen Kaffee bestellen und so oft nachschenken lassen, wie man will.

Wieder zurück auf dem Highway steuerten wir Richtung Tagesziel Red Bay. Die Natur hier ist wirklich anders wie auf den vorhergehenden Labrador-Etappen. Sie ist insofern anders, als dass sie wesentlich karger ist wie im nördlicheren Teil. Die Bäume sind oft nur noch sehr klein (<2m) und meist sieht man den Bäumen an, aus welcher Richtung der Wind normalerweise weht. Das Gebiet ist meist sehr flach und so kann man sehr gut kilometerweit sehen. Erst die letzten Kilometer vor der Küste merkt man dann, dass man sich doch einiges höher befindet wie der Meeresspiegel.

Irgendwo unterwegs

In Red Bay fanden wir unser Ziel die «Whaler’s Station» ziemlich schnell. Wir meldeten uns im zugehörenden Restaurant an und wurden dann zu unserer Bleibe für eine Nacht geführt. Und diese ist wirklich grandios. Kommt noch dazu, dass wir die Beste aller Unterkünfte bekommen haben! Vor unserem Zimmer gibt es nur noch eine Sitzgelegenheit und dann folgt schon das Meer. Das Meer bildet hier einen natürlichen Hafen. Unter anderem gibt es hier auch Wale – im Hafen! Unsere temporären Nachbarn konnten heute Morgen einen Minkwal beobachten. Wir hoffen, dass wir morgen dieses Glück auch haben werden. Bis es soweit ist, genossen wir den traumhaften Blick und einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Kurz vor Red Bay
Blick von unserer Unterkunft Richtung Dorf
Die Bucht vor Red Bay
Unsere Unterkunft für eine Nacht direkt am Meer
Unsere Unterkunft direkt am Meer mit eigenem Sitzplatz
Red Bay in der Dämmerung
Kurz nach Sonnenuntergang. Ist das nicht wunderschön?
Traumhafte Abendstimmung

Autostrecke: 213km

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