25. September 2019 – Red Bay-L’Anse au Clair

Auch der Bericht des Mittwochs kommt mit Verspätung. Das Internet war hier in L’Anse au Clair gestern Abend so langsam, dass vernünftiges Arbeiten nicht möglich war.

Gehofft hatten wir eigentlich, dass wir heute bis zur Abreise in Red Bay einen Wal im Hafenbecken sehen würden. Nun, diese Hoffnung zerschlug sich, denn die Wale machten sich an diesem Morgen rar. Aber es wurde mindestens gerade so gut, wenn nicht besser!

Das natürliche Hafenbecken von Red Bay. Im Hintergrund rechts das Schiffswrack aus dem Beitragsbild. In der Gegend liegen ziemlich viele Wracks, welche alle auf einer Karte erfasst sind

Da wir heute keine Eile hatten, fuhren wir nach einem ausgezeichneten Frühstück (wir bestellten Pancake mit Beeren, welche in dieser Region wuchsen [Bakeapple und Partridge Berry’s]) kurz vor 11 Uhr sehr gemütlich und in langsamem Tempo los. Der Verkehr war minimal und so störten wir niemanden mit unserer langsamen Geschwindigkeit. Kaum waren wir aus dem Dorf Red Bay und in den ersten Hügeln, teilte mir Daniela mit, dass sich oben in den Hügeln, etwa 300m von uns entfernt, etwas bewege. Ich hielt mitten auf der Strecke am Strassenrand und sah ihn dann ebenfalls, den stattlichen Elchbullen. Wow, was für ein Tier!

Was für ein stolzes und mächtiges Tier!

Nach dieser grossartigen Begegnung fuhren wir weiter bis zum Leuchtturm Point Amour. Dieser Leuchtturm ist mit seinen 33m der höchste in Labrador bzw. der zweithöchste in Kanada (der höchste Leuchtturm Kanadas steht in Gaspé). Hier wurden wir freundlich von einer Dame begrüsst, welche uns auch noch einiges erklärte. Ich fragte sie unter anderem, warum hier die Dorfnamen alle Französisch seien. Der Grund liegt bei den ersten Siedlern, welche aus Frankreich stammen. Die Sprache heute sei Englisch, die Namen aber blieben. Zeit für unsere Fragen hatte die Dame übrigens mehr als genug, denn wir waren die einzigen Gäste an diesem sehr windigen und kühlen Ort.

Der Leuchtturm Point Amour
Der Leuchtturm ist heute immer noch im Einsatz. Er wurde aber vor längerer Zeit automatisiert

Nach diesem interessanten Besuch steuerten wir unser Ziel in L’Anse au Clair an. Nach einem kurzen Abstecher bei der Fährstation für unsere Fahrt am Donnerstag, checkten wir Mitte Nachmittag im Hotel ein. Hier gaben wir auch unser Satellitentelefon wieder ab. Ab jetzt sollte die Netzabdeckung wieder gewährleistet sein.

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Autostrecke: 103km

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