28. August 2019 – Barrington Passage

Als ich gestern mein Airbnb bezog und dann später eine Dusche nehmen wollte, fand ich noch die Badetücher meiner Vorgänger vor. Aus diesem Grund war ich etwas verwirrt bzw. nicht so ganz sicher, ob mir meine Unterkunft gefallen soll oder nicht. Ich fand dann in einer Schublade frische Badetücher und beschloss, Freude an meiner Unterkunft zu haben! Entsprechend schlief ich auch wunderbar und ruhig bis fast Mitte Morgen.

Begrüsst wurde ich heute von einem stahlblauen Himmel mit lachender Sonne. Die Sonne sollte mich heute den ganzen Tag begleiten!
Ich weiss gar nicht, als was man Barrington Passage bezeichnen soll. Gemäss Wikipedia ist es ein Dorf mit etwa 900 Einwohnern. Meine Unterkunft ist in diesem Fall nur etwa 300m vom von mir vermuteten Dorfkern entfernt. Hier gibt es alle möglichen Schnellimbisse, auch die weltweit ganz Grossen. Hier geht auch die Strasse über einen Damm nach Cape Sable Island. Genau diese Insel war mein heutiges Tagesziel.

Ich fuhr über die Insel im Uhrzeigersinn. Prinzipiell war es auf der ganzen Insel schwierig ans Wasser zu gelangen, da die Ufer, wie bei uns auch, von Privaten beansprucht werden. Ein erstes Mal gelang mir das beim Drinking Wood Park. Wer jetzt meint, dass dies ein richtiger Park ist, hat sich getäuscht. Im Prinzip war dies nichts anderes als ein Parkplatz ziemlich direkt am Meer, auf welchem man kaum das Auto wenden konnte. Dazu hatte es einen gedeckten Unterstand. Aber die Aussicht war schön!

Aussicht im Drinking Wood Park
Aussicht im Drinking Wood Park
Aussicht im Drinking Wood Park

Ich fuhr dann bis nach Stoney Island Harbour. Ein hübscher kleiner Fischerhafen. Hauptsächlich werden hier Lobster (Hummer) aus dem Wasser geholt, ich sah aber auch „normale“ Fischerboote.

Stoney Island Harbour
Stoney Island Harbour
Stoney Island Harbour
Das weisse Boot ist sicher ein „normales“ Fischerboot
Wofür dieses Boot ist, kann man an der Beschriftung auf dem Bug erkennen

Nur wenige hundert Meter weiter traf ich dann auf Stoney Island Beach. Das war wieder ein Strand wie aus dem Bilderbuch. Glasklares Wasser, keine Steine, absolut sauber und nur wenige Menschen. Dafür war das Wasser bei weitem keine 20°C warm bzw. eben kalt. Hier sprach ich auch eine Frau an, weil ich etwas wissen wollte. Wir kamen dann ins Gespräch und sie fragte mich dann, woher ich komme. Als ich ihr es mitteilte sagte sie mir, dass eine ihrer besten Freundinnen gerade in der Schweiz sei und Kanada bei einem Triathlon-Wettkampf vertrete.

Stoney Island Beach – Blick nach links
Stoney Island Beach – Blick nach rechts
Stoney Island Beach
Stoney Island Beach – tolle Farben
Stoney Island Beach

Ich fuhr dann weiter bis zum südlichsten Zipfel „The Hawk“. Hier gab es einen Kiesstrand mit einer wunderbaren Sicht.

The Hawk
The Hawk. Den Leuchtturm im Hintergrund kann man nur mit einem Schiff erreichen
The Hawk
Siehst du wie es im unteren Teil dieses Steins kupferfarben glänzt?

Der restliche Weg zurück war dann schön, aber nichts Aussergewöhnliches. Aber ein paar schöne Bilder gab es dann schon noch.

Unterwegs
Unterwegs
Unterwegs
Nicht mehr bewohnt
Nicht mehr bewohnt

Den letzten Höhepunkt des Tages erlebte ich dann beim Nachtessen. Diese Gegend ist das Zentrum der Lobster-Fischerei in Kanada. Aus diesem Grund wollte ich dieses Fleisch unbedingt einmal probieren. Ich ass vor wenigen Tag in Mavillette schon einmal Lobster in Form einer Seafood-Chowder. Damals hatte es aber nur sehr wenig Lobster im Gericht. Heute bestellte ich „Lobster Rolls“. Das ist ein Brötchen, welches mit kaltem Lobster und ein wenig Frühlingszwiebeln und Sauce gefüllt ist. Und was soll ich sagen, es war der Hammer!

Lobster
Lobsterroll. Für dieses Gericht wurde das Restaurant ausgezeichnet

Morgen Donnerstag fahre ich zum letzten Airbnb meiner Soloreise. Ich werde vier Nächte in Bridgewater verbringen, bevor es dann für die restliche Zeit nach Halifax geht. Dort werde ich im Hostel übernachten.

Autostrecke: 43km

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