31. August 2019 – Bridgewater (South Shore)

Woran es wohl liegt, dass ich auch letzte Nacht ausserordentlich gut schlief? Am rosaroten Himmelbett? Wenn ja: Muss ich mir zu Hause auch ein solches bauen? Ich muss noch ein wenig auf meine innere Stimme hören und dann werde ich entscheiden. Ob Daniela da auch noch etwas dazu sagen will? Fragen über Fragen…..!     ;-))

Bei bestem Wetter und nach sehr viel Gemütlichkeit stand ich auf und nahm anschliessend mein Frühstück ein. Meine Erkundungstour begann heute um etwa 11 Uhr. Wie du der Karte entnehmen kannst, liegt mein Ausgangspunkt Bridgewater am nördlichsten Punkt meiner heutigen Reise. Kleine Anmerkungen zu Bridgewater: Dieses Städtchen beherbergt etwa 8’500 Einwohner. Es lebt hauptsächlich vom Weltkonzern Michelin, welcher hier in einem grossen Werk etwa 1’000 Menschen beschäftigt. Ansonsten muss man diesen Ort nicht gesehen haben, er bietet nicht wirklich viel. Ich übernachte nur hier, weil ich hier ein Zimmer fand.

Ich fuhr heute im Uhrzeigersinn. Mein erster Halt war die Tankstelle. Hier in Kanada bezahlte ich bis jetzt zwischen $1.11 bis $1.35 pro Liter Normalbenzin. Das sind umgerechnet ca. Fr. –.83 bis Fr. 1.– (dafür ist der Alkohol sehr viel teurer wie bei uns in der Schweiz….). Danach fuhr ich an die Südseite des LaHave Rivers. Kurz nach Bridgewater traf ich unter anderem auf dieses Schiffswrack. Die „Cormorant“, so dessen Name, liegt seit 2009 im Hafen und ist ein richtiges Politikum. Eigentlich müsste sie entsorgt werden, denn sie verliert unter anderem Öl. Trotz Gerichtsentscheiden will aber niemand dafür zuständig sein, denn es geht um sehr viel Geld bzw. grosse Entsorgungskosten. Nebst diesem Schiff gibt es hier im Hafen noch zwei weitere Schiffswracks. Bei diesen zwei ist vermutlich auch Geld das Thema.

Die „Cormorant“ mit Schlagseite im Hafen von Bridgewater
LaHave River
LaHave River

Ich fuhr dann weiter bis zu dem Punkt auf der Karte, wo du den ersten Arm siehst, welcher ins Meer hinausragt. Gleich am Anfang ist dort ein Sandstrand mit dem Namen „Crescent Beach“ mit paralleler Strasse, welche auf die nachfolgenden Inseln führt. Der Strand ist wirklich traumhaft schön und entsprechend hielten sich doch einige Leute hier auf. Es gab sogar solche, welche badeten, obwohl das Wasser ganz sicher bei weitem keine 20°C hatte.

Crescent Beach
Unmittelbar hinter dem Strand mit Strasse
Hübsch anzusehen
Am Ende des Crescent Beach

Ich fuhr dann weiter und traf auf die Inseln „Bush Island“, „Jenkins Island“, „Bell Island“ und „LaHave Island“ . Hier stehen doch einige Häuser und kleine Häfen. Ob diese Häuser ganzjährig bewohnt sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Auf der letzten Insel steht sogar eine kleine Kirche. Diese Inseln waren auf jeden Fall traumhaft schön. Natürlich unterstützte das prachtvolle Wetter meinen Eindruck.

Bush Island
Bell Island
Verbindungsbrücke zwischen Bell Island und LaHave Island
LaHave Island

 

Die kleine Kirche auf LaHave Island

Auf der letzten Insel angekommen blieb mir nichts anderes übrig, als umzukehren und den gleichen Weg zurück zu fahren. Auf dem Festland fuhr ich dann Richtung Süden bis zum zweiten Arm auf der Karte unten. Hier heisst die Gegend „Green Bay“. Warum es so heisst, weiss ich nicht wirklich. Wenn ich mir aber das letzte der nachfolgenden Bilder anschaue, habe ich so meine Vermutung. Eigentlich wollte ich dann in gleicher Richtung, also nach Süden, weiterfahren. Sowohl Google Maps als auch mein GPS-System zeigten mir einen Fortverlauf der Strasse an. Da war aber kein Weiterkommen mehr, denn ich stand plötzlich mit meinem Auto im Garten eines Ferienhauses!

Green Bay
Im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Schatten seiner selbst
Green Bay
Green Bay
Green Bay

Wohl oder über kehrte ich um und fuhr auf einem anderen Weg zum nächsten Ziel, dem Leuchtturm von Port Medway. Ja, ich bin immer noch auf der Lighthouse Road! Der Leuchtturm selbst ist nichts Besonderes, dafür gibt es gleich daneben einen hübschen, kleinen Hafen mit ein paar farbigen Schiffen.

Leuchtturm in Port Medway
Hafen von Port Medway

Anschliessend fuhr ich nach Hause, nur unterbrochen von einem Kaffeehalt. Zu Hause nutzte ich dann wieder einmal die vorhandene Infrastruktur und wusch meine Kleider. Während der Wind buchstäblich in Windeseile meine Kleider trocknete, sass ich mit einem Bier und mit meinem Host Donate auf der kleinen Veranda und plauderte über Gott und die Welt. Ich geniesse diese kleinen Gespräche!

Autostrecke: 125km

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