4. Juni 2019 – Winnipeg

Strahlender Sonnenschein und ein Whatsapp von meiner Liebsten begrüssten mich heute Morgen um 7 Uhr. Da es aber noch zu früh war um aufzustehen, lümmelte ich noch ein wenig im Bett herum. Weil ich noch ein wenig Energie brauchte für den heutigen Tag, hörte ich mir einen Energypull an. Das tat gut und war ein guter Einstieg in meinen Tag.

„Mein“ Chevrolet Cruze für die kommende Zeit

Nach meinem Frühstückskaffee stand ich um halb zehn Uhr im Büro der Autovermietung. Und jetzt wurde es kompliziert bzw. lustig! Zuerst meinte der Vermieter, dass sei aber schon eine sehr lange Zeit, für welche ich das Auto reserviert hätte (bis Anfang September). Ob ich mir sicher sei, dass ich das Auto so lange möchte. Selbstverständlich bejahte ich diese Frage. Dann musste ich ihm eine lokale Adresse sowie eine lokale Telefonnummer angeben, weil sein System das so verlange. Er war dann mit den Airbnb-Kontaktdaten zufrieden. Dann fragte er mich nach meinem internationalen Führerausweis. Ich teilte ihm dann mit, dass ich schon öfters Autos gemietet hätte, sogar bei seiner Gesellschaft und nie einen gebraucht hätte. Ja aber….! Nein, ich hätte keinen, antwortete ich ihm. Irgendwann war er dann zufrieden. Aber ganz fertig mit seinen Forderungen war er noch nicht. Als nächstes teilte er mir mit, dass ich mich alle ca. 30 Tage bei seiner Gesellschaft melden müsse, es habe ja in jeder grösseren Ortschaft oder Stadt eine Niederlassung. Grund dafür sei, dass er den Vertrag nicht mit dieser langen Zeitspanne ausstellen könne. Zudem müsse ich alle ca. 3000km mit dem Fahrzeug zu bestimmten Firmen (die Namen hatte er mir angegeben), um den Ölstand zu kontrollieren und evt. Ölwechsel zu machen. Ich weiss nicht, ob er mir einfach Steine in den Weg legen wollte oder was der Grund für seine Forderungen war. Mir machte das ganze Spiel erstaunlicherweise überhaupt nichts aus, ich nahm das völlig locker. Schlussendlich habe ich aber mein feuerrotes Fahrzeug bekommen. Nach rund einer Stunde fuhr ich dann von seinem Firmengelände runter.

Irgendwo im Marsh
Kanadagänse gibt es natürlich auch hier zu Hunderten

Nach kurzem Abstecher zu Hause im Airbnb fuhr ich dann ins „Oak Hammock Marsh“. Wörtlich übersetzt heisst das „Eiche Hängematte Sumpf“. Dieses Sumpfgebiet befindet sich etwa 40km nördlich von Winnipeg und ist etwa 20km2 gross. Dieses Gebiet ist von internationaler Bedeutung und beherbergt tausende von Vögeln, je nach Jahreszeit sehr unterschiedliche. Gemäss Homepage der verantwortlichen Organisation sollen es etwa 300 verschiedene Arten hier geben. Von kleinen Schwalben über Adler und Eulen bis zu Pelikanen ist hier alles zu Hause.
Nebst den von mir fotografierten hatte ich noch andere gesehen, jedoch keine der wirklich grossen Vogelarten. Mangels geeigneter Fotoausrüstung bekam ich sie aber nicht veröffentlichungswürdig vor die Linse.

Yellow-headed blackbird (Gelbkopfamsel)
Tree Swallow (Sumpfschwalbe)
Barn Swallow (Scheunenschwalbe)
Red Wing Blackbird (Rotflügelamsel)

An alle (Hobby)-Ornithologen: Sollte einer dieser Vögel falsch angeschrieben sein, darf man mir dies gerne mitteilen.
Nebst den vielen Vögeln sind hier noch jede mögliche Art von Kröten und Fröschen, Lurchen, Salamander etc. zu Hause. Diese konnte ich nicht sehen, aber teilweise hören. Aber höre selber:

Alles in allem ein wirklich grossartiges Erlebnis, welches ich jedem nur empfehlen kann. Es zeigt einmal mehr, wie grossartig die Natur ist!

Autostrecke: 84km

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