7. Juli 2019 – London-Niagara Falls

Heute erwachte ich wieder einmal so, wie ich es eigentlich in diesen Ferien oft tat, nämlich erst knapp vor 9 Uhr. Gegen halb elf Uhr hatte ich gepackt und mich von den noch im Haus anwesenden anderen Gästen verabschiedet. Ich fuhr dann direkt in den Guten Morgen Kaffee!

Vor allem wenn ich wie heute längere Strecken fahre, lasse ich mich bei der Planung sehr viel auch von meinem Bauchgefühl leiten, wo die Reise durchführen soll. Dies natürlich nebst den hervorragenden Unterlagen, welche mir Daniela jeweils herausgesucht hat! Mein Baugefühl hatte mich auch heute nicht enttäuscht!

Der Wasserturm von Port Stanley

Von London aus fuhr ich in Richtung Süden nach Port Stanley. Auf der Karte ist das der Abstecher unten links. Port Stanley ist ein kleines Hafendorf mit knapp 2’500 Einwohnern. Es hat eine hübsche Hafenanlage mit einer aufklappbaren Brücke. Natürlich war ich gerade zum richtigen Zeitpunkt an diesem Ort, nämlich dann, als die Brücke angehoben wurde! In diesem Dorf gibt es auch noch eine Eisenbahn als Touristenattraktion. Sie fährt ins nur 15km entfernte St. Thomas.

Hafenanlage Port Stanley
Die Klappbrücke von Port Stanley

Diesen Schiffstypen habe ich auf den grossen Seen immer wieder gesehen. Dieses Schiff ist vermutlich eines der älteren

Leuchtturm bei der Hafeneinfahrt in Port Stanley
Die Touristenbahn in Port Stanley

Was mir heute den ganzen Tag auffiel, waren die enorm grossen Felder. Da gibt es mehrere Kilometer lange Felder von einer Nutzpflanze, sei es nun Mais oder Getreide. Ebenso habe ich heute wieder Dutzende von Windmühlen gesehen.

Felder jeglicher Art so weit das Auge reicht

Mitte Nachmittag traf ich dann auf meiner Fahrt in den Osten in Long Point ein. Das ist der zweite Zipfel auf der meiner Strecke. Das ist ein traumhaft schöner Flecken. Natürlich wissen das auch viele meiner Mitmenschen und entsprechend hatte es auch Leute dort. Es gibt hier hunderte von Wohnwagen-Stellplätzen auf mehreren Campingplätzen. Diese Landzunge reicht weit in den See hinein, wobei aber nicht die ganze Landzunge befahrbar ist (Vogelschutzgebiet).

Direkt neben der Strasse in Long Point
Hier sieht man deutlich den zu hohen Wasserpegel des Lake Erie
Auf der dem Wind abgewandten Seite ist das Wasser sofort ruhig
Sie braucht noch ein wenig Sonne um sich ganz zu öffnen

Ein wenig speziell war, dass der Wasserstand des Lake Erie immer noch ausserordentlich hoch ist. So reichte der Wasserspiegel bis einen halben Meter an das Niveau der Strasse und teilweise drückte der Wind das Wasser auch in die Strassen. Als kleiner Bub machte es mir Freude mit dem Fahrrad durch Wasserpfützen zu fahren, heute habe ich Spass daran, es einmal mit dem Auto zu machen. Und heute konnte ich mich in dieser Beziehung voll ausleben….!

Long Point, wieder direkt neben der Strasse
Schwanenfamilie

Anschliessend an diesen Abstecher fuhr ich direkt an mein Tagesziel in Niagara Falls. Hier habe ich in einer ruhigen Wohngegend in einem 1993 erbauten Haus ein Zimmer für zwei Nächte gebucht. Tracy und ihr Mann mit ihrem 18 Monate alten Sohn Lucien besitzen dieses Haus seit 3 Jahren. Tracy arbeitet als Stewardess bei Westjet Airlines und musste deshalb unmittelbar nach meiner Ankunft zur Arbeit. So verbrachte ich den Abend mit den beiden Herren des Hauses mit spielen und schwatzen.

Bei Nachtessen im nahe gelegenen Restaurant habe ich übrigens ein neues Lieblingsdessert gefunden: Lemon Meringue Pie. Das ist so was von gut!

Lemon Meringue Pie. Das Dessert war im Verhältnis zum grossen Teller viel zu klein!

Hier in Kanada ist es ja so, dass zum angeschriebenen Preis immer noch eine je nach Bundesstaat und teilweise sogar Ort unterschiedliche Steuer dazu kommt. Im Restaurant sollte man zudem noch die Servierperson extra bezahlen. Je nach dem wie man zufrieden war, sollten das etwa 15-25% des Gesamtrechnungsbetrages sein. In der Regel bezahlt man hier alles mit der Kreditkarte und in der Regel gibt es in den Kreditkartenlesern vordefinierte Knöpfe für 15%, 20% und 25%. Beim Gerät heute war das nicht so. Hier musste man die Prozentzahl selber eingeben. Also gab ich die Zahl 15 ein und drückte OK. Ich wunderte mich dann, dass das Gesamttotal nur wenig höher war wie vorher. Als die Dame dann mit dem Lesegerät verschwunden war, studierte ich die Rechnung genauer und stellte fest, dass ich nur 0.15% Trinkgeld gegeben hatte. Meine Eingabe begann also hinter der Kommastelle. Darauf muss man auch zuerst kommen!

Autostrecke: 296km

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