7. Mai 2019 – Banff-Cochrane

Was habe ich mich auf meinen Neustart gefreut! Um halb acht Uhr wachte ich auf, blickte aus dem Fenster und meine Freude wuchs gerade nochmals an. Die Sonne lachte vom Himmel herunter, nur begleitet von ein paar wenigen Wolken.  So liess es sich natürlich leicht aufstehen! Nach dem Frühstück packte ich alle meine Siebensachen zusammen und trug meine Ausrüstung zum Eingang herunter. Ich verabschiedete mich und liess mich noch fotografieren.

Unmittelbar vor der Abfahrt vor dem Banff International Hostel

Gegen 9:30 Uhr war dann aber definitiv Zeit für die Abfahrt. Der Weg von Banff bis nach Canmore führt über einen Veloweg, welcher mehr oder weniger dem Highway entlang geht. Er ist noch ganz schön zu fahren. Dazwischen habe ich vor lauter Freude über mein Unterwegssein gejauchzt. Unterwegs traf ich einen älteren Herrn mit seinem dreirädrigen Fahrrad. Es war kein Liegefahrrad, der Fahrer sass fast gerade. Nach einer kurzen Plauderrunde fuhren wir beide weiter, jedoch nicht in die gleiche Richtung.

Veloweg zwischen Banff und Canmore
Kurz nach Banff in Richtung Canmore
Einfach wunderschön

Kurz nach Canmore ist der Veloweg fertig. Darum musste ich auf die Hauptstrasse ausweichen. Da jedoch die meisten Fahrzeuge auf dem Highway fahren, war der Verkehr minimal. Leider musste ich feststellen, dass der Himmel Richtung Tagesziel immer dunkler wurde. Auf der Höhe von Exshaw (das ist etwa 40km nach Banff in Richtung Calgary) fielen dann die ersten Regentropen. Ich zögerte die Regenkleider anzuziehen, musste ich dies dann ziemlich rasch tun, denn der Regen wurde immer stärker. Wohlweislich habe ich die Regenkleider immer auf dem Gepäckträger unter dem Lenker verstaut. Regenkleider heisst bei mir Schuhüberzüge, Regenhosen, Regenjacke und Regenhandschuhe. Den Helmüberzug habe ich immer auf dem Helm, schon nur wegen der besseren Sichtbarkeit. Diese Kleider waren nicht gerade günstig, aber sie sind jeden Franken wert. Eine Ausnahme bilden die Handschuhe, welche nicht ganz dicht sind. So bin ich heute den ganzen Tag nie nass geworden.

Irgendwo auf der Strecke, noch vor dem Regen
Ich fuhr heute den ganzen Tag mehr oder weniger dem Bow River entlang. Das ist der gleiche Fluss wie der in Banff, nur inzwischen breiter und mit mehr Wasser
Bergziegen. Da es hier schon regnete, musste das fotografieren schnell gehen. Zudem musste ich maximal zoomen. Darum ist die Aufnahme nicht sehr gut. Als Autofahrer hätte ich sie übrigens niemals gesehen…..

Angenehm war die Fahrt natürlich trotzdem nicht unbedingt und von der wunderschönen Landschaft bekam ich halt nicht so viel mit. Gerne hätte ich auch noch das eine oder andere Bild mehr gemacht. Aber die Handschuhe ausziehen (in feuchtem Zustand nicht ganz so angenehm), den Fotoapparat aus der Fronttasche nehmen und fotografieren und das ganze Spiel wieder retour, war es mir nicht wert. So behalte ich diese Bilder einfach im Kopf. Der Regen war teilweise massiv und kam teilweise auch in fester Form (Schnee) vom Himmel runter. Kurz nach Kilometer 70 hatte dann der Spuk zum Glück ein Ende. Nach weiteren drei Kilometern traf ich dann endlich auf einen Campingplatz (Ghost Station) mit zugehörigem Laden. Hier gönnte ich mir einen warmen Kaffee und eine Plauder-Halbstunde mit den zwei Besitzerinnen des Ladens. Es ist immer wieder interessant, was die Leute zu erzählen haben.

Blick zurück Richtung Rocky Mountains

Aufgewärmt fuhr ich danach ins Städtchen Cochrane. Dieses Städtchen auf knapp 1200m.ü.M. hat etwa 26’000 Einwohner und ist damit ähnlich gross wie Rapperswil-Jona. Im Gegensatz zu Rapperswil-Jona gibt es hier aber x-mal mehr Platz. Hier in Cochrane habe ich ein Airbnb reserviert. Ich wohne zusammen mit der Besitzerin Dayna und ihrem Goldenretriever in ihrem Einfamilienhaus an bester Lage und sehr schöner Einrichtung. Coole Sache und nicht teurer wie das Hostel in Banff, aber mit einem richtig schönen Bett. Es übrigens erstaunlich wie das mit Airbnb funktioniert bzw. wie ich ins Haus kam. Die Reservierung erfolgt nur über das Internet. Sobald die Buchung bestätigt ist, bekommt man an vielen Orten (hier auch) per Mail den Code für den Zugang zum Haus. Der Code ist dann für das elektronische Schloss zu verwenden. Mit diesem Code stand ich dann bei Dayna mitten in der Wohnung. Sie kam erst später nach Hause. So viel zum Thema Vertrauen. Das allererste Bild dieses Beitrags ist übrigens ein Blick von der Terrasse in Richtung Cochrane Dorf.

Wohnraum
Mein Zimmer (hier hat es drei Gästezimmer)

Nach einer ausgiebigen heissen Dusche fand ich dann ein Pub, in welchem ich mich verpflegen konnte.

Tagesstrecke
[km]
Tageshöhe
[m]
min. Temp.
[°C]
Fahrzeit
[h]
99.3553706:12:32
Gesamtstrecke
[km]
Gesamthöhe
[m]
max. Temp.
[°C]
ø-Geschw.
[km/h]
537.3149041718.7

 

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