8. Juni 2019 – Kenora

Im Gegensatz zu dem, was die Wetterprognosen voraussagten, begrüsste mich Sonnenschein am heutigen Morgen. Allerdings hatte es in der Nacht geregnet, denn es war draussen nass.

Gemütlich lief ich zum Zmorge. Den Weg kannte ich ja noch von meinem letzten Besuch in Kenora, denn das war ja erst vor etwa 10 Tagen. Nach dem Zmorge lief ich ins Zimmer zurück, holte meine Kamera und lief zur Waterfront und von dort zum „Husky The Muskie“. Dieser etwa 12m grosse Fisch steht am Eingang von Kenora und ist das Wahrzeichen von Kenora. Dort traf ich einen Mann mit seiner kleinen Tochter. Ich fragte ihn, ob er die Geschichte zu diesem Fisch kenne. Er teilte mir dann mit, dass er zwar in Kenora aufgewachsen und zu Schule gegangen sei, die Geschichte aber nicht kenne. So musste ich das Internet dazu konsultieren. Dabei musste ich feststellen, dass es eigentlich gar keine grosse Geschichte dazu gibt. Dieser Fisch stellt einen Muskel-Lungenfisch dar und will den Menschen mitteilen „verhindert Wasserverschmutzung“. Das ist alles! Der Fisch steht übrigens seit 1960.

Blick vom „Husky The Muskie“ zur Waterfront mit dem Whitecap Pavillon
Eine der über 14’000 Inseln im Lake of the woods

Danach spazierte ich zurück zur Waterfront. Dort sangen im Whitecap Pavillon (das ist der grosse weisse Pavillon im Hafen) diverse Chöre und Musikgruppen. Ich verweilte dort allerdings nicht sehr lange, denn die Darbietungen sprachen mich nicht an.

Wasserflugzeuge, ein alltägliches Fortbewegungsmittel hier in Kanada
Links die Strassenbrücke, rechts die Eisenbahnbrücke und in der Mitte die Elektrobrücke

Auf dem Nachhauseweg sah ich zwischen den Häusern goldene Zwiebeltürme. Ich machte darum einen Abstecher in diese Richtung und traf auf die Ukrainische katholische Kirche von Kenora. Leider war auch diese Kirche verschlossen. Ich wäre wirklich gerne hinein gegangen, denn so wie die Kirche von aussen relativ nüchtern daher kommt, muss sie inwendig ziemlich farbenprächtig sein (sagt auch hier das Internet).

Ukrainische katholische Kirche in Kenora

Den Rest des Nachmittags verbrachte ich dann zu Hause auf der gedeckten Terrasse mit der Planung meiner weiteren Reise. Natürlich nicht im Detail, denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Aber ein Detail gab es schon zu berücksichtigen: Am 1. Juli (dieses Jahr Montag) ist der Nationalfeiertag von Kanada. Zu diesem Zeitpunkt ist es äusserst schwierig, eine Unterkunft oder einen Zeltplatz zu finden, weil dann alle Kanadier unterwegs sind, speziell noch, wenn er wie dieses Jahr auf ein verlängertes Wochenende fällt. Das wurde mir auf jeden Fall so gesagt. Darum habe ich mir vom 29. Juni bis 2. Juli ein Airbnb auf der Northern Bruce Peninsula gebucht. Dies ist die Halbinsel, welche westlich von Toronto in den Lake Huron (einer der grossen Seen) hineinragt. Ebenfalls ist die Reservation für die Fähre bereits gemacht.

Brewer’s Blackbird

So gegen 16 Uhr kam dann der versprochene Regen. Zwar mit einiger Verspätung, dafür ziemlich heftig. So heftig, dass sogar zeitweise der Strom weg war. Dieser Regen soll dann auch noch in der Nacht seine Fortsetzung finden. Aber dann schlafe ich ja…..

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